Radeln für den Klimaschutz 2026 mit über 300 Teilnehmenden

Bei bestem Wetter machten sich über 300 Menschen auf den Weg, um auf dem Rad von Feucht, Altdorf, Winkelhaid, Nürnberg, Schwaig, Schnaittach, Hersbruck und Ottensoos in einer großen Sternfahrt zur Laufer Heldenwiese zu radeln. Von dort ging es gemeinsam mit den vielen Kindern und Familien der „Kidical Mass“ durch Heuchling zum Laufer Marktplatz. Unter professioneller Begleitung durch die Beamten der drei Polizeiinspektionen, auf Routen über Radwege, teils aber auch Staatstraßen, gelangten alle Teilnehmenden gut und sicher an ihr Ziel.
Die 29 beteiligten Organisationen, darunter Caritas und ADFC Nürnberger Land wollen mit der landkreisweiten Aktion „Radeln für den Klimaschutz“ darauf hinweisen, dass Radfahren gesünder, billiger und besser fürs Klima ist, und dazu noch sehr viel Spaß macht. Die Aktion ist dabei weniger ein Sportereignis, als vielmehr ein friedliches und zugleich politisches Signal für ein gutes Miteinander der verschiedenen Verkehrsmittel und natürlich für bessere Bedingungen für Radfahrende.
In seinem Grußwort auf dem Laufer Marktplatz hob Erster Bürgermeister Thomas Lang die vielen schon durchgeführten und weitere noch geplante Aktivitäten für den Radverkehr hervor, wie die Fahrradstraße beim Gymnasium und den Umbau der Altdorfer Straße. Der evangelische Dekan Tobias Schäfer hob die Verantwortung der Bevölkerung für ihre Umwelt, christlich „Schöpfung“ hervor, mit der zugleich auch ein positives und hoffnungsvolles Zeichen gegen so viele negative Schlagzeilen gesetzt werden könne. Die Verkehrspolitische Sprecherin des ADFC Nürnberger Land Monika Hänelt prangerte in ihrer Rede die Radwege an, die plötzlich enden. Für die Radfahrer wird es dann sehr gefährlich, wenn sie auf vielbefahrenen Straßen weiterfahren müssen. Sie forderte die schnelle Schließung dieser Radwegelücken.
In seinem Schlusswort betonte Landrat Armin Kroder, dass mit dem Klimaschutz zugleich ein Menschenschutz verbunden sei. Für den Landkreis berichtete er zum Sachstand der Erneuerung des Happurger Pumpspeicherkraftwerks und zur Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale (der Strecke „rechts der Pegnitz“) als den zwei großen wegweisenden Infrastrukturprojekten mit erheblichen Klimaeffekten. Auch Kroder hob die Bedeutung eines positiven Miteinanders der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer im Sinne einer konstruktiven gesellschaftlichen Haltung hervor. Er eröffnete damit das „Stadt- bzw. Schulradeln“, mit dem der Landkreis wie viele Kommunen zum Radfahren motivieren will.
Die Aktion wurde begleitet von Infoständen des Landkreises, des ADFC, der „Omas for Future“, der Fahrradcodierer und der Polizei.
Text: Dr. Michael Groß